
Am Flughafen Sydney angekommen, checkten wir voller hawaiianischer Vorfreude ein und wunderten uns, dass unser Gate noch geschlossen war. Als wir dann endlich kurz vorm Boarding
waren, kam der Pilot und erklärte den Passagieren, dass es in Japan ein schweres Erdbeben gegeben hatte. Er erzählte uns, dass dadurch ein Tsunami ausgelöst wurde, der nun auch auf Hawaii zurollt. Man müsse erst abwarten, wie schwer Hawaii davon getroffen wird, und ob man dort dann überhaupt noch landen könne. Daher mussten wir für einige Stunden ziemlich nervös auf dem Flughafen ausharren und nu
tzten diese Zeit um uns via Internet über die Katastrophe in Japan zu informieren. Als wir die ganzen Ausmaße sahen, waren wir sehr geschockt und unsere Vorfreude war schlagartig verflogen. Wir waren froh, als nach 3 Stunden Tsunami Entwarnung gegeben wurde und das Flugzeug startete. Unser Flug ver
lief ruhig und nach fast 10 Stunden landeten wir wohlbehalten auf dem Flughafen von Oahu. Wir wurden mit einem Shuttle Bus zu unserem Hotel in Waikiki gefahren und machten uns nach dem Check I
n sofort auf den Weg an den Strand. Das Wetter war herrlich und die Wellen auch. So entschlossen wir uns kurzerhand zwei Surfbretter auszuleihen. Der Hinweis der Brettverleiherin, dass es aufgrund des Tsunamis nicht ganz ungefährlich wäre zu surfen
(Wellen & Strömung) hinterließ ein mulmiges Gefühl. Dies war aber nach der ersten „abgefahrenen“ Welle sofort vergessen und so verbrachten wir ein paar Stunden mit Wellenreiten. Es machte w
irklich viel Spaß und war um einiges einfacher als auf Norderney, man musste nur aufpassen nicht auf dem Korallenriff zu landen. Abends genossen wir noch einen herrlichen Sonnenuntergang am Waikiki Beach und die (noch) ausgelassene tolle Urlaubsathmosphä
re. Am nächsten Tag legten wir einen entspannten Strandtag ein, um uns ein bisschen zu erholen und zu Schnorcheln. Wirklich toll wie viele bunte Fische man hier zu sehen be
kam. Gegen Abend fand im Zuge des internationalen Honolulufestivals eine große Parade und eine Hula-Show statt.
Die folgenden Tage wurden dann leider von den Ereignissen und der
zunehmenden Bedrohung die von Japan ausgeht überschattet. Hawaii liegt "relativ" nah an Japan und der Hinweis auf eine Radioaktive Wolke, die über den Pazifik ziehen könnte, machte uns zu schaffen. Darunter litt auch unsere Urlaubsstimmung und das, obwohl wir ja am 15. März kirchlich auf Hawaii heiraten wollten. So verbrachten wir unsere Tage hauptsächlich damit die Nachrichten zu verfolgen und Hochzeitsvorbereitungen zu treffen.
Nichts desto trotz liehen wir uns für einige Tage einen Wagen und erkundeten damit die Insel. Wir waren sehr überrascht wi
e viel Verkehr es auf der Insel gab, teilweise waren die Straßen 6-spurig in jede Richtung!!! Wir fuhren an einem Tag nach Pearl Harbour, was wir dann doch irgendwie sehr patriotisch empfanden. Auch die 47$ Eintritt fanden wir ziemlich überzogen. Und so schauten wir uns nur das Gelände und alle Sehenswü
rdigkeiten von außen an. Danach ging es weiter an die Westküste von Oahu. Wir sahen schöne Strände, einen Wal in einiger Entfernung und verweilten an einem tollen Surfspot, bevor wir gegen Abend unseren Heimweg antraten. 
Am nächsten Tag war es nun endlich so weit. Heute sollte zum Sonnenuntergang am Strand von Portlock geheiratet werde
n. So verbrachten wir den Tag mit Hochzeitsvorbereitung, bis wir uns um 17.45 Uhr mit unserem Pastor Kermit (uns fiel es schwer bei der Begrüßung nicht zu lachen, da wir immer an Kermit den Frosch denken mussten) und dem Fotografen trafen. Die Zeremonie war sehr schön und die beiden wirklich nett, dies ließ unsere anfängliche Nervosität schnell
verfliegen. Da wir ganz alleine am Strand waren, war es eine sehr schöne persönlich Atmosphäre, in der wir gerne „Yes, i will“ sagten ;). Glücklich und Beschwingt ließen wir den tollen Abend bei einem leckeren Essen und einigen Mai-Tai Cocktails ausklingen.
An uns
erem letzten Tag, fuhren wir dann noch die Ostküste ab. Wir machten einige Stopps und waren begeistert, von den tollen Stränden die es auf dieser Seite zu sehen gab. Diese kamen den Sychellenstränden schon sehr nahe, allerdings war hier wesentlich mehr Trubel. A
m North Shore (hier finden immer die Wordcups der Wellenreiter statt) bewunderten wir die gigantischen Wellen und den Mut der Surfer die sich dort hinein wagten (eigentlich waren die Strände wegen zu hoher Wellen gesperrt). An einem Strand trafen wir auf eine große Wassers
childkröte, die sich zum Eierlegen an den Strand gewagt hatte. Großartiges Schauspiel!!! Auf unseren Rückweg staunten wir immer wieder über die einzigartige Landschaft und üppige Vegetation, alles total grün. Wir kamen an riesigen Feldern vorbei und wunderten uns zunächst über das komische aussehen des dort wachsenden Gestrüpps, bis Miriam plötzlich aufschrie:
„Ananassssssssssssssss“. Nun wussten wir, das wir durch die „Dole Plantage“ fuhren. Diese wollten wir dann natürlich unbedingt besichtigen und es hat sich gelohnt, wirklich spannend. Zu guter letzt schauten wir uns vom „Diamond Head Krater“ den Sonnenuntergang a
n, bevor wir dann unseren Leihwagen abgeben mussten. Den restlichen Abend verbrachten wir mit Koffer packen, denn am nächsten Morgen sollte es schon früh weiter gehen auf die nächste schöne Hawaii-Insel „Big Island“.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen