Donnerstag, 10. Februar 2011

Mahe, Dubai und über den Wolken: Tag 8


Heute hieß es früh aufstehen und endgültig Abschied nehmen von den Seychellen. Um 8.30 Uhr ging unser Flieger Richtung Dubai, dort hatten wir ein paar Stunden Aufenthalt. Diese Gelegenheit wollten wir eigentlich nutzen um eine Wüstensafari zu machen, aber leider waren schon alle Touren ausgebucht… :( So entschlossen wir uns die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Wir freuten uns eigentlich sehr und waren gespannt, was uns erwartet. Dieses wurde schnell durch die Mentalität der Einheimischen zunichte gemacht. Viele von ihnen wirken schlecht gelaunt, sind sehr überheblich und arrogant, dies merkten wir schon bei der Zollkontrolle. Frauen haben hier scheinbar gar nichts zu sagen… Nachdem wir uns durch den Flughafendschungel gekämpft haben (der Flughafen in Dubai ist riesig und sehr prunkvoll, sogar die Uhren sind von Rolex...) und uns einigermaßen sicher waren auch wieder rein zu kommen, suchten wir uns ein vermeintliches Taxi… Es stellte sich aber heraus, dass der Mann der uns angesprochen hatte, gar kein Taxifahrer war, sondern nur jemand, der mit seinem privaten Auto ahnungslose Touristen abzockt, indem er ihnen eine Stadtrundfahrt aufschwatzen will. Wir ließen uns aber nicht darauf ein, mussten dafür aber einen relativ hohen Preis für die Fahrt in die Stadt bezahlen… :(

Als erstes besichtigten wir „Burdsch Chalifa“, das mit 828m höchste Gebäude der Welt und das größte Shoppingcenter der Welt. Wir konnten uns dem Konsumzwang aber entziehen und staunten lediglich über die Ausmaße des Shoppingcenters. Dieses bot von einem riesen Aquarium, einer Eislaufbahn, bis zu einem Wasserfall… alles was man zwar nicht unbedingt zum Leben braucht, aber nett anzuschauen ist ;). Sogar ein „Nordsee“ Restaurant mit Strandkörben gab es hier. Als wir genug vom flanieren und tollen Autos bewundern hatten (Ferrari und Porsche fährt hier fast jeder..), machten wir uns dieses Mal mit einem richtigen Taxi (man lernt ja dazu ;)), auf den Weg zum Strand. Bei Einbruch der Dunkelheit bewunderten wir noch die teuren Luxushotels (Burj al Arab = einzige 7 Sterne Hotel der Welt!) und einige Moscheen die hier zahlreich vorhanden sind. Die allgegenwärtigen Gebetsrufe der Muezzin und der Mond, der hier ganz anders steht (Sichel liegend), lassen eine gewisse „Abendland“ Stimmung aufkommen…

Anschließend kamen wir auf die irrwitzige Idee uns zu Fuß auf den Rückweg Richtung „Burdsch Chalifa“ zu machen. Wir haben die Entfernungen in Dubai aber gnadenlos unterschätzt und gaben nach 3,5 Stunden straffen Fußmarsch auf. So ging es mit dem Taxi wieder zurück zum Flughafen. Wir hatten das Glück beim Emirates Check-In noch Exit-Plätze zu ergattern, über diese Beinfreiheit freuten wir uns sehr da uns noch 16 Flugstunden bevor standen. Unser nächstes Ziel ist Brisbane (Australien)…

Dienstag, 8. Februar 2011

Mahe: Tag 5, 6 und 7


Sicher wundert ihr euch, warum wir auf einigen Fotos trotz des tollen Wetters so viel anhaben, aber die Sonne ist hier so intensiv, dass wir uns trotz Lichtschutzfaktor 50!! einen Sonnenbrand eingehandelt haben. Deswegen sind wir froh, die ersten 2 Tage in Mahe aufzuwachen und mal einen bedeckten Himmel vorzufinden. Das hört sich für jemanden, der gerade in Deutschland ist bei den kalten Temperaturen und dem Sturm sicherlich paradox an, aber zuviel Sonne und Hitze ist auch nicht so angenehm ;). Deshalb kommen uns die beiden bedeckten Tage eigentlich ganz recht, da es so immer noch warm genug ist. Außerdem macht einem die extreme tropische Luftfeuchtigkeit von 80-90% ziemlich zu schaffen.

Für die Tage auf Mahe haben wir uns einen Leihwagen genommen, da die Insel doch etwas größer ist und wir möglichst viel sehen und flexibel sein wollen. Allerdings mussten wir uns erst einmal wieder an den Linksverkehr gewöhnen und daran, das die Gangschaltung auf der linken Seite ist. Erschwert wird das ganze noch durch die extrem steilen Straßen auf der Insel, vor allem die zu unserem Chalet. 60-70% Steigung ist hier eher normal…

Nun ja, mit dem Wagen haben wir dann erst einmal ein bisschen Mahe erkundet. Wir sind an verschiedene schöne Buchten gefahren und haben uns hier und da, wenn uns der kleine Hunger überkam, mal wieder eine selbst gepflückte Kokosnuss gegönnt :) Inzwischen klappt es mit dem öffnen auch schon ganz gut!

Wir waren auch noch in der Hauptstadt Victoria, aber da es Samstagnachmittag war hatten die meisten Läden schon geschlossen.

Ansonsten bleibt einem hier auf der Insel auch nicht viel anderes übrig als zu relaxen, schwimmen und das Leben zu genießen ;). Was wir auch fleißig tun… wir essen jeden Morgen und Abend, schön auf unserer Terrasse und gönnen uns abends einen leckeren Wein oder ein Seychellisches Bier, und schauen dabei aufs Meer… :)

Ach ja, wo wir gerade beim Thema „Essen“ sind: da wir uns selbst verpflegen müssen, fiel uns im Supermarkt auf, dass die Milch (Frischli) hier aus Deutschland kommt, genau wie die Kekse (Coppenrath und Wiese), da fühlt man sich doch gleich heimisch ;). Doch nur nach dem „Norderneyer Seeluftschinken“ haben wir vergeblich gesucht. Den kennen die hier noch nicht, fragt sich nur wie lange… ;)


PS.: Unser neuester Freund der allerdings nur hinter unseren Keksen her ist (s. Foto links)... :)

Sonntag, 6. Februar 2011

La Digue und Mahe: Tag 4

Heute ist unser letzter Tag auf La Digue. Wir haben lange mit uns gekämpft, ob wir nicht zumindest einen Tag auf dieser wirklich traumhaft idyllischen Insel verlängern. Leider war unser Bungalow schon wieder vermietet, so dass wir wohl oder übel Abschied nehmen mussten… Wir entschieden uns erst die letzte Fähre nach Mahe zu nehmen um wenigstens noch den Tag über auf La Digue verbringen zu können.

Den Vormittag verbrachten wir in einem netten Kaffee am Hafen und beobachteten das rege Treiben… Gegen Mittag überlegten wir uns spontan, dass wir La Digue gerne von oben sehen würden und machten uns auf den Weg zum höchsten Berg der Insel.

Vorher kauften wir uns allerdings noch bei einem Früchtestand am Straßenrand einen leckeren Fruchtdrink.

Der Aufstieg gestaltete sich allerdings nicht so einfach, da Miriam mit Flip-Flops unterwegs war und die Steigungen oft bis 80% betrugen. Außerdem war es ziemlich heiß und auch hier machte uns das Kokosnussproblem zu schaffen, so dass wir mit den Armen über den Kopf den Berg förmlich hoch rannten ;)… aber unsere extremen Strapazen wurden am Gipfel mit einem herrlichen Ausblick über die Insel belohnt. Hier gab es auch ein nettes Kaffee, indem wir uns für den Abstieg stärken konnten. Wieder unten angekommen brauchten wir unbedingt eine Erfrischung und machten uns noch einmal auf den Weg zum Grand Anse = großer Strand.

Gegen 17.30 Uhr ging dann unsere Fähre. Über Praslin ging es nach Mahe, wo wir von Johannes unserem „Chauffeur“ abgeholt und zu unserem Chalet gebracht wurden. Dieses stellte sich als Glücksgriff heraus. Im Berg gelegen, mit herrlichem Meerblick, super viel Platz, Balkon, Wlan, Waschmaschine usw. hier lässt es sich aushalten und der Abschied von La Digue war so leichter zu ertragen…

aber mehr dazu morgen ;)........

Freitag, 4. Februar 2011

La Digue 03.02.2011

Heute haben wir uns nach dem obligatorisch leckeren Frühstück 2 Fahrräder geliehen, um auch mal den Rest der Insel zu erkunden. Zuerst ging es zur Nordspitze, und wir waren froh endlich einmal etwas schneller voran zu kommen. Allerdings währte unsere Freude nicht lange, denn nach 2 Kilometern verfing sich Miriams Fahrradkette so unglücklich im Ritzel, dass es ohne Werkzeug nicht möglich war, dies zu beheben. Nachdem wir etwas ratlos an der Straße standen, kam aber netterweise ein Mann von einem nahe liegenden Hotel, nahm das Rad mit in die Hoteleigene Werkstatt und reparierte es zügig und wollte dafür auch nichts haben. Hier sind die Menschen wirklich noch hilfsbereit :).

So ging es nun weiter und nachdem wir den sehenswerten Nordteil hinter uns gelassen hatten, wollten wir unbedingt zu dem Strand, der schon mehrfach zum schönsten der Welt gekürt wurde. „Anse dÀrgent“. Um zu ihm zu gelangen musste man durch eine riesige Kokosplantage fahren, wo man wirklich höllisch aufpassen musste, nicht von einer herunterfallenden Kokosnuss getroffen zu werden. In Deutschland gäbe es dafür sicher eine Helmpflicht. :) In der Kokosplantage sahen wir auch jede Menge Riesenschildkröten, von der die älteste geschätzte 150 Jahre auf dem Buckel hat ;) .

Natürlich haben wir aus der Plantage auch Kokosnüsse als Wegzehrung mitgenommen. Aber wer schon einmal versucht hat eine Kokosnuss zu öffnen bzw. von der äußeren Schale zu befreien, wird wissen wie schwierig das ist. Nachdem wir an der Nuss fast verzweifelten, kam ein Einheimischer vorbei und zeigte uns wie man schnell mit der richtigen Technik eine frische Kokosnuss öffnet. Also wie gesagt, alle sehr freundlich & hilfsbereit hier…Nach diesem kurzen Snack legten wir die letzte Strecke zum Strand zurück und waren begeistert. Die Auszeichnungen verdient dieser Strand zu Recht. Riesige runde Granitfelsen, wechseln sich mit Dschungel, Palmen und verträumten Strandbuchten mit weißem Sand und türkisem kristallklaren Wasser ab. Hier könnte auch der Film „The Beach“ gedreht worden sein. Es ist schwer es zu beschreiben, schaut euch die Bilder an, die aber nur einen kleinen Eindruck wiedergeben können :). Am besten fahrt ihr selbst mal her, wir wissen auf jeden Fall, das wir nicht das letzte Mal hier waren!!! (An Hertha & Silvano: Ihr habt was verpasst!!! ;) ) Auf dem Rückweg zum Hotel entdeckten wir noch ein gestrandetes Piratenschiff, was auch gleich fototechnisch festgehalten wurde. Wieder in unserer Pension angekommen freuten wir uns schon auf das wirklich leckere Abendbuffet. Zu diesem wird immer um 19:30 Uhr mit einer Glocke geläutet. Dann wird von den Inhabern liebevoll jedes einzelne Gericht erklärt. Es gibt natürlich viel Fisch, und das Essen in unserer Pension zählt zu den besten auf dieser Insel. Auch mit unseren Tischnachbarn haben wir uns schnell angefreundet und es ist im großen und ganzen eine gesellige Runde, die sich in den letzten Tagen gebildet hat. Wir werden noch die Kontaktdaten austauschen, und uns nach der Reise sicher noch einmal mit ihnen in Verbindung setzen…

La Digue 02.02.2011

Nach einem leckern Frühstück mit viel frischem Obst, machten wir uns daran die Insel erst einmal zu Fuß zu erkunden. Auf Empfehlung anderer Hausgäste gingen wir zuerst zum „Anse Grande“ und anschließend noch über einen verwunschenen Schleichweg zum „Anse Petit“. Beides sehr schöne Strände um zu baden und tolle bunte Fischen zu sehen. Dummerweise haben wir keine Unterwasserkamera mitgenommen, so können wir euch leider keine tollen Fischfotos zeigen.

Auf dem Weg zum „Anse Petit“ haben wir eine Abzweigung übersehen und fanden uns nach 10 min. im tiefsten Dschungel wieder, und hatten arge Probleme dort wieder heraus zu finden. La Digue hat aufgrund der tropischen Lage sehr üppige und viel Vegetation und so stellt man sich den Regenwald vor. Wirklich spannend!!


Gegen Abend suchten wir uns noch ein nettes Plätzchen, um den Sonnenuntergang zu genießen. Hier geht die Sonne schon um 18:00 Uhr unter.

Was uns besonders an La Digue gefällt, ist der fehlende Massentourismus. Man ist an den schönsten Stränden so gut wie alleine. Wenn es hochkommt sind noch max 4-6 Personen am Strand. :) Zudem ist die Mentalität der Seychellos sehr relaxt und freundlich. Keine aufdringlichen Händler oder ähnliches…einfach toll!!

Wir wünschen euch eine gute Nacht! Bis morgen :)

Donnerstag, 3. Februar 2011

Die ersten Tage.....

So liebe Blogfreunde :) Es hat leider etwas länger gedauert hier auf den Seychellen ein Internetcafe zu finden, aber nun haben wir endlich einen Top Internetzugang entdeckt

(s.Foto ;)..)





Aber nun zu unseren Erlebnissen der letzten Tage:

Hamburg via Dubai direkt ins Paradies (Seychellen)….

Nach langem Warten, viel Arbeit und stressigen Prüfungen, Einweihungen, Hochzeit usw. war es endlich soweit. Unser Abflug stand bevor. Nach einer kurzen Nacht (wir sind erst um 3:00 Uhr ins Bett gekommen), standen wir um 7:00 Uhr auf und wurden von Paul & Irene zum Oldenburger Bahnhof gebracht.

Auf der Fahrt nach Hamburg hatten wir dann gleich ein nettes Gespräch mit einem Mitreisenden, der erst im Oktober auf den Seychellen war und uns viele interessante Tipps speziell zu „La Digue“ geben konnte. So machte sich eine gewisse Vorfreude breit … :).

Dieses Mal sind wir zum ersten Mal mit der „Emirates“ Airline geflogen. Einfach Top!! TV im Sitz, Spielekonsole, die neusten Kinofilme, Top Menü und gute Beinfreiheit. Allerdings hatten wir beim Weiterflug Dubai->Seychellen eine technische Störung im Flieger und kamen erst 1,5 Std. später los als geplant. Dieser kleine Wermutstropfen & die Anspannung, waren aber sofort vergessen, als die Seychellen in Sicht kamen.

Hier scheint wirklich das Paradies zu sein. Dieser erste Eindruck bestätigte sich mit der Schifffahrt von Mahe nach La Digue. Exotische Tiere (zum Glück nicht giftig), türkisfarbenes Wasser (28°C Wassertemperatur!!!), weiße einsame Strände mit Palmen, wie im Bilderbuch!!!

Da kann sogar Hawaii nicht mithalten ;). Kein Wunder, das hier viele Werbefilme gedreht wurden (Bacardi Feeling, Raffaelo usw…). Die einzige Sorge, die man hier auf den Seychellen haben muss, ist: Beim Dösen nicht von einer der vielen Riesenkokosnüssen erschlagen zu werden!! (Soll häufiger vorkommen als ein Hai Angriff :)!!!)

Auf „La Digue“ angekommen ging es mit einem hochmodernen Fortbewegungsmittel zu unserer Unterkunft. Eine sehr schöne kleine private Bungalowanlage mit niedlichen kleinen hüttenähnlichen Bungalows. Auch der nette Cocktail Empfang und die schön dekorierten Zimmer haben unsere Paradiestheorie untermauert.




Einen ersten Eindruck haben wir heute mal versucht, fotografisch für euch einzufangen. Leider waren wir ziemlich geplättet und konnten heute nur eine kurze Sightseeingtour machen…aber die nächsten Tage folgt bestimmt noch das ein oder andere Bild, direkt aus dem Paradies… ;).